Die Historie der BACKFABRIK reicht bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Die Gebrüder Aschinger errichteten auf diesem Gelände die Hauptverwaltung ihres Imperiums. Von hier aus belieferten sie ihre gleichnamige Restaurationskette mit Erbsensuppe und Schrippen, Mitte der 1920er Jahre arbeiteten 4.000 Menschen in den dort entstandenen Werkstätten und Lebensmittelproduktion.

Brotproduktion in der Backfabrik

Mit dem VEB BAKO und der Ostschrippe begann 1947 die Ära, die der Backfabrik ihren Namen gab. Von riesigen Backmaschinen liefen Schrippen und Brot für ganz Ost-Berlin vom Band. Horst Schießer - bekannt durch den Erwerb der „Neuen Heimat“ - machte aus der Backfabrik 1990/91 Cityback, musste aber schon 1997 seine Tore wieder schließen. Es folgten drei spannende Jahre der Zwischennutzung als Off-Location. Das „Casino“ und das „Cookies“ zogen jede Woche viele hunderte Menschen an. Alternative Werkstätten, eine Skater-Bahn und einiges mehr fanden hier ihr vorübergehendes Zuhause.

Im Februar 2000 erwarb Hargen M. Bartels mit seiner Firmengruppe R.E.M.M. (Real-Estate Merger & Management) die historischen Gebäude, in denen die alten Backstraßen und Silos, Steuerungsanlagen und Verpackungsmaterialien noch zu finden waren. Die Transformation der Großbäckerei in einen Ort für Unternehmen mit kreativen Denkarbeitern begann. Das Architekten-Team Bartels, Tritscher & Kocher konnte für dieses spannende Vorhaben gewonnen werden. Genau zwei Jahre später, im Februar 2002, eröffnete Bundestagspräsident Wolfgang Thierse mit einer großen Feier die BACKFABRIK.

Die BACKFABRIK - zwischen Alexanderplatz und Kollwitzplatz, an der Grenze des Bezirks Prenzlauer Berg zur historischen Mitte Berlins gelegen - ist ein historisches Industriegebäude mit Tradition. Aus einer ehemaligen Großbäckerei ist auf 25.000 m2 Nettonutzfläche ein Ort für Unternehmen entstanden, der Arbeitsqualität mit Lebensqualität verbindet.

QUELLE: Archiv Backfabrik

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